Züger Reisen - für sorgloses Reisen     052 366 55 07 info@zueger-reisen.ch
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Norwegen – Fjord Bahnerlebnis

Ende Juni, just zu der Zeit, als eine Hitzewelle die Schweiz erreicht hatte, zog es mich mit meiner Schulfreundin für eine Woche in den Norden.
« Auf dieser Kurzreise erleben Sie einige der schönsten Landschaften in Fjord Norwegen. Sie durchqueren herrliche Wälder und Hochplateaus mit der Bergen-Bahn und steigen unterwegs um auf die spektakuläre Flåmbahn. Per Schiff geht es weiter auf dem Aurlands- und dem Nærøyfjord. Die steile Stalheimskleiva Strasse, Oslo und Bergen sind weitere Highlights dieser Bahn-Reise»

Dies versprach das Reiseprogramm, das wir gebucht hatten.

Norwegen – Fjord Bahnerlebnis

Ende Juni, just zu der Zeit, als eine Hitzewelle die Schweiz erreicht hatte, zog es mich mit meiner Schulfreundin für eine Woche in den Norden.

« Auf dieser Kurzreise erleben Sie einige der schönsten Landschaften in Fjord Norwegen. Sie durchqueren herrliche Wälder und Hochplateaus mit der Bergen-Bahn und steigen unterwegs um auf die spektakuläre Flåmbahn. Per Schiff geht es weiter auf dem Aurlands- und dem Nærøyfjord. Die steile Stalheimskleiva Strasse, Oslo und Bergen sind weitere Highlights dieser Bahn-Reise»

Dies versprach das Reiseprogramm, das wir gebucht hatten.

Wir flogen einen unüblichen Weg, nämlich via Wien, mit der Austrian Airlines.

Ich muss sagen, ich bin Fan von dieser Airline. Den Service, den sie bieten ist top. Vor allem freute ich mich auf das Essen, das wir im Voraus über die Webseite bestellt hatten. Von Wien nach Oslo hatten wir dafür rund zwei Stunden Zeit.

Wir konnten aus neun Menues auswählen. Die Entscheidung fiel auf das warme Frühstück.

Es war so lecker, alles frisch zubereitet, serviert auf Porzellan und mit Glas für den frischen Orangensaft. Und dies alles für nur gerade 15 €. Lohnt sich also auf jeden Fall.

Unsere unmittelbaren Sitznachbarn waren fast etwas neidisch 😊

In Oslo angekommen führte uns der AirportExpress Flytoget mitten in die Stadt, zum Bahnhof in Oslo. Im Bahnhof angekommen lösten wir an einem Billettautomaten mittels einem Code unsere vorreservierten Billette für unsere spätere Fahrt nach Bergen ein.

Unser Hotel befand sich in Bahnhofnähe.

Hier kam schon mal die erste Erkenntnis: Willkommen in der digitalen Welt von Norwegen!

Wir durften uns selber an einem Tablet einchecken. Leider scheiterte es einmal mehr an meinem Namen. Mit zweimal einem Umlaut im Nachnamen (Züger-Künzle) funktionieren solche Logins wie auch jenes fürs WIFI in der Regel überhaupt nicht. Aber dafür half uns der nette Mann an der Reception.

Zufälligerweise reiste ein Kollegenpaar ebenfalls an diesem Tag nach Oslo. So trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen und erkundeten die Umgebung der Opera. Wir entdeckten die rege benutzten öffentlichen Saunahäuschen direkt am Fjord und wie sich die Saunagänger im höchstens 17° warmen Wasser abkühlten.

Während drei Tagen blieben wir in Oslo. Wir hatten wunderbares Wetter, angenehme Temperaturen gegenüber der gerade herrschenden Hitze in der Schweiz.

Oslo selber ist eine Reise wert! Es gibt soviel zu sehen. Die Stadt pulsiert, aber nicht mit der üblichen Hektik, die wir aus unseren Breitengraden kennen. Überall wurden wir mit einem fröhlichen «HeyHey» begrüsst. Zwar hinterliess die Stadt das Gefühl, dass überall an jeder Ecke gebaut wird. Ganze Quartiere wurden neu erstellt. Und trotzdem empfand ich es als eine grüne Stadt mit vielen Oasen zum Verweilen.

 

folgend querbeet ein paar Schnappschüsse aus Oslo…

Am vierten Tag ging unsere Reise weiter. Mit der Bahn gings in Richtung Bergen, an die Westküste von Norwegen. Erst aber nur mal ein Teilstück bis Myrdal. Diese Bahnstrecke durchquert archaische Landschaften. Bis über die Baumgrenze hinauf schlängelt sie sich aufs Hochplateau Hardangervidda auf 1237 m ü.M. Es ähnelt stark dem Schweizer Hochgebirge.

In Myrdal, nach ca 4 ½ Stunden Fahrt hiess es aussteigen und in die Flåmbahn umzusteigen. Diese Bahn brachte uns wieder nach unten in den Fjord von Flåm. Diese Strecke ähnelte einer Passfahrt, durch steile Berghänge und an Wasserfällen vorbei. Unterwegs gab es einen obligaten Fotohalt.

Flåm selber ist ein kleiner touristischer Ort am Ende eines Fjords mit ein paar Hotels und vielen Souvenirshops und Essenstände, ähnlich eines Streetfood-Festivals.

Hier übernachteten wir in einem wunderschönen Hotel, direkt am Wasser.

Am andern Tag gings mit der Fähre um den Fjord nach Gudvangen. Leider meinte es der Wettergott nicht mehr so gut mit uns. Bei Sonnenschein verliessen wir Flåm, wurden dann aber bald von einem Gewitter eingeholt, das uns auf der ganzen Fahrt begleitete. So war die Sicht in die Fjordarme etwas eingeschränkt und man konnte nur erahnen, wie sich da Wasserfälle in die Tiefe stürzten. In Gudvangen verliessen wir die Fähre und stiegen in einen Bus ein.

Es ging nun weiter bis nach Voss. Erst fuhr der Bus wieder Bergauf. Dann gings wieder talwärts auf einer Passstrasse mit spektakulären Haarnadelkurven. Die Fahrgäste aus aller Welt, Japaner und Amerikaner bestaunten lautstark diese eindrückliche Fahrt, was für uns Schweizer doch schon eher was Bekanntes ist.

In Voss bestiegen wir dann wieder die Bahn bis nach Bergen. Wir fuhren immer am Fjord entlang, der sich bis tief ins Landesinnere hineinschlängelte. Wunderbare Lichtspiele wechselten sich mit leichtem Regen und Sonnenschein ab und verzauberte immer wieder die Landschaft.

Diese Bahnfahrt von Oslo nach Bergen ist tatsächlich eine der schönsten in Norwegen. Und auch für uns Schweizer ein wahres Erlebnis.

Nun waren wir also in Bergen.

Laut Wikipedia: Die Stadt ist mit ca. 2548 mm Niederschlag an 248 Regentagen im Jahr (Stand: 2005) die „regenreichste Großstadt Europas“.

Bergen gilt aber auch als das Tor zu den Fjorden und ist der Startpunkt zur beliebten Hurtigrutenfahrt. Ebenfalls bekannt ist sie für ihre typische norwegische Hozbauweise. Nach mehreren Bränden ist das Hafenviertel Bryggen wieder nach originalen Plänen aufgebaut worden und ist seit 1979 UNESCO Weltkulturerbe.

In Bergen blieben wir zwei Nächte, dann gings wieder Heimwärts. Die Flughafenbahn brachte uns nach ca 40min direkt zum Flughafen Bergen.

Beim Einchecken am Flughafen machten wir eine weitere Bekanntschaft mit der digitalen Welt. Wir durften unsere Bordkarte und die Gepäcketikette selber am Automaten ausdrucken, wie wir es inzwischen auch von der Swiss kennen. Beim «ba-drop»-Schalter sahen wir dann ebenfalls kein Personal, sondern nur Förderbänder mit einem Touchscreen und Scanner. Also mussten wir unser Gepäck auf das Förderband legen und dann mit dem Scanner den Strichcode auf der Gepäcketikette einlesen. Schwupps öffnete sich eine Klappe und weg war der Koffer!

Unser Flug ab Bergen ging via Kopenhagen. Inzwischen hatten wir wieder wunderbares Wetter, so dass wir unter uns die Insellandschaften betrachten konnten.

Auf beiden Flügen ging das Umsteigen sehr leicht. Es war ähnlich wie wenn man am Bahnhof umsteigen muss. Dadurch dass unser Gepäck jeweils umgeladen werden musste, waren wir praktisch immer gleich die Ersten, die ihr Gepäck entgegennehmen konnten.

Es war eine abwechslungsreiche Reise und für mich das erste Mal Norwegen. Faszinierend und eine super tolle Erfahrung waren die langen Tage. Sonnenuntergang war ca 22:45h und Aufgang bereits wieder um ca 03:45h. Zu Hause angekommen, war es um 22Uhr schon beinahe wieder dunkel.

Die digitale Welt in Norwegen dehnt sich über alle Gebiete aus. Bezahlen mit Bargeld ist nur noch an ganz wenigen Orten möglich. Kartenzahlung ist allgegenwärtig, selbst die 10 NorwegischeKronen für die Toilette werden mit der Karte bezahlt.

Ich verstehe nun die Aussage: einmal Skandinavien – immer wieder Skandinavien.

Diese Reise ist ein wunderbarer Einstieg in die norwegische Welt, wenn man vorher noch nie in diesen Breitengraden unterwegs war.

Diese Reise bietet Railtour als fertiges Paket an und kann jederzeit über uns gebucht werden. Es würde mich freuen, wenn ich für Sie diese Reise buchen dürfte.

Vreni Züger